Werden Fotolia-Bilder nicht richtig bezeichnet, kann das teuer werden

Abmahnung trotz Fotolia-Lizenz und Quellenangabe im Impressum? Wie ist das möglich?

Quellenangaben im Impressum
Quellenangaben im Impressum

Preiswerte Bilddatenbanken wie Fotolia.de werden gerne genutzt. Doch so unkompliziert, wie man meinen möchte, ist die Nutzung der Bilder leider nicht. Die Bezeichnung der Bilder ist derzeit ein Streitapfel, weil noch keine gerichtliche Entscheidungen zu diesen Fällen vorliegen. So lange kann eine falsche Bezeichnung teuer werden.

Während Fotolia in seinen AGBs schreibt, dass es ausrechend ist, wenn der Fotograf im Impressum benannt wird, sehen das manche Fotografen das komplett anders und lassen die Kunden von Fotolia, die ihre Bilder nutzen, kostenpflichtig in Höhe von 1250,00 Euro abmahnen.


Abmahnung trotz Fotolia-Lizenz und Quellenangabe im Impressum? Wie ist das möglich?
Das deutsche Urhebergesetz sieht in § 13 Satz 1 des Urheberrechtsgesetzes folgendes vor: „Der Urheber hat das Recht auf Anerkennung seiner Urheberschaft am Werk. Er kann bestimmen, ob das Werk mit einer Urheberbezeichnung zu versehen und welche Bezeichnung zu verwenden ist.“ Bisher betrifft diese Regelung in Deutschland nur den Namen des Urhebers, bei Fotolia also den des  Fotografen.Ergänzend dazu geht das Urheberrecht davon aus, dass die Kennzeichnung „in unmittelbarem Zusammenhang zum Werk“ zu erfolgen hat. Also unmittelbar am Bild.

 

Genau das geschieht auf Webseiten, welche die Urheber ausschließlich im Impressum nennen, natürlich nicht. Die Kennzeichnung mit ©fotolia ist auch deshalb nicht ausreichend, da sie den Namen des Urhebers nicht konkret benennt.
Dem steht entgegen, dass die Fotografen, die ihre Bilder bei Fotolia anbieten, natürlich wissen, dass Fotolia mit seinen Kunden vereinbart, dass die Urheberkennzeichnung auf den Impressums-Seiten der Nutzer genügt.


Was bedeutet der Streit nun für Fotolia - Nutzer?
Aus unserer Sicht gibt es vier Optionen:


Option 1: Man nimmt Aufwand und Kosten in Kauf und passt die Website, den Shop und den Blog an.

Option 2: Man fügt bei der Verwendung von Fotolia-Bildern direkt neben das Bild das Copyright von fotolia

                 und den Namen des Urheber an.
Option 3: Man tut erst einmal nichts, nimmt das Risiko einer Abmahnung in Kauf und beobachtet die Rechtsprechung.
Option 4: Man verzichtet bis zur Entscheidung der Gerichte auf Fotolia und ähnlich agierender Bilddatenbanken.


Wir empfehlen Möglichkeit 1 und 2 und machen Ihnen zur „Bereinigung“ gern ein Angebot unter www.agentur-artcontact.de